unser mehrwert

Die Realisierung eines Wohnprojektes kostet sehr viel Zeit, Geld und Energie. Eine wichtige Motivation für die Umsetzung besteht in dem größeren gesellschaftlichen, ökologischen und politischen Nutzen, zu dem wir mit der Realisierung unseres Wohn- und Projekthauses beitragen.

Wir wollen unser Umfeld aktiv gestalten und dabei unsere Möglichkeitsräume nutzen. Unser Ziel ist es, einen Beitrag gegen die zunehmende Kapital- und Profitorientierung und Individualisierung unserer Gesellschaft zu leisten!

Den Mehrwert unserer Wohn- und Projekthausinitiative sehen wir vor allem in den folgenden drei Aspekten:

Auf lange Sicht niedrige Mieten

Bei konvisionär wird es keine_n profitorientierten Investor_innen geben. Stattdessen ermöglicht unser solidarisches Finanzierungskonzept, dass auch Menschen mit wenig Geld in den konvisionär-Häusern wohnen und damit in guter Lage in der Stadt Heidelberg leben können.
Entgegen dem allgemeinen Trend, werden die Mieten in unserem Projekt nicht steigen, sondern im Laufe der Jahre durch die Abzahlung der laufenden Kredite sogar sinken. Möglich ist dies, weil die Kredite für den Hauskauf und die ökologische Sanierung durch die Mieten zurückgezahlt werden. Sobald die Kredite abbezahlt sind, müssen die Mieten nur noch die Rücklagen für Instandhaltung und Modernisierungen decken – die Mieten in den konvisionär-Häusern können so dauerhaft niedrig gehalten werden.

Gemeinschaftlichkeit in einer individualisierten Gesellschaft

Das Wohnprojekt ist so angelegt, dass die Bewohner_innen automatisch in engeren Kontakt kommen: Hierfür sorgen gemeinsame Projekte, Unternehmungen sowie gemeinschaftlich genutzte Räume. Das Konzept des Vereins konvisionär, in den alle Bewohner_innen bei ihrem Einzug eintreten, sieht vor, solidarisch und gemeinschaftlich zu leben. D.h. Menschen, die in die konvisionär-Häuser einziehen, entscheiden sich bewusst für unsere Grundsätze. Darüber hinaus möchten wir in den konvisionär-Häusern auch öffentliche Orte schaffen, in denen sich Menschen treffen, austauschen und unterstützen können.

Modellcharakter für ökologisches Wohnen

Indem wir Räume wie z.B. eine große Gemeinschaftsküche, einen Bastelraum, Gästezimmer, Arbeitszimmer und andere Infrastruktur wie Waschmaschinen oder Werkzeug teilen, werden wir vergleichsweise weniger Wohnraum benötigen. Damit wirken wir dem Trend einer stetig steigenden Pro-Kopf-Wohnfläche entgegen. Die Pro-Kopf-Wohnfläche ist in der Praxis untrennbar mit dem Verbrauch von knappen Ressourcen wie Energie und fossilem Brennstoff verknüpft und hat in Deutschland mittlerweile einen Höchststand von 45m² Wohnfläche pro Mensch erreicht (Bundesinstitut für Bevölkerung). Wir haben uns das Ziel gesetzt, durch die gemeinsame Nutzung von Räumen und Infrastrukturen den Pro-Kopf-Wohnraum und den damit verbundenen persönlichen Ressourcenverbrauch der Bewohner_innen effektiv zu senken. Neben ökologischem Nutzen ergeben sich durch die Ressourcenteilung auch finanzielle Vorteile: Für jede_n Einzelne_n entstehen weniger Kosten. Diesen Spielraum wollen wir nutzen um Renovierungen auf hohem energetischen Standard gemeinsam finanziell zu stemmen.